16 – Gewohnheiten – deine besten Freunde & deine größten Feinde

In der Nähe war ein Droschkenplatz, und ein altes Original namens Rummy Binks gehörte zum Inventar … Wenn ich Rummy über das Pflaster schlurfen sah, um für ein Trinkgeld von einem Penny das Pferd eines Kutschers zu halten, dann war ich fasziniert. Sein Gang war so komisch, dass ich ihn nachahmte … Jeden Tag übte ich diesen Gang. Ich war wie besessen davon. Jedes Mal, wenn ich ihn vorführte, waren mir die Lacher gewiss. Und jetzt kann ich machen, was ich will, so lustig es auch sein mag – den Gang werde ich nicht mehr los.

Charlie Chaplin

Zähle mal deine täglichen Gewohnheiten auf – Na sind dir alle eingefallen?

Unsere Gewohnheiten machen unser Leben leicht. Da ich am Morgen nicht darüber nachdenken muss, gehe ich nun erst ins Bad oder mache ich mir erst einen Kaffee oder doch lieber Tee oder, oder, oder….

Das gibt mir Sicherheit und meinem Gehirn die Möglichkeit über andere wichtige Dinge nachzudenken.

Die Gefahr des Alltags

Aber wir wissen alle, dadurch schlängeln sich in den Alltag auch Dinge ein, die mit der Zeit mir und meinem Körper nicht dienlich sind.

Denn wenn meine Morgenroutine kein gesundes Frühstück, keine Bewegung, keine Meditation, kein Zeitungslesen beinhaltet dann ist das keine Routine die für mich, meine Gesundheit und mein erfülltes Leben gut ist. Und doch ich halte an der alten Gewohnheit fest, weil einmal etwas Automatisiertes zu verändern tatsächlich viel Willenskraft, Bewusstmachen und Gegenlenken beinhaltet und vor allem meine ganz bewusste Entscheidung das ich es so nicht mehr will.

Marmeladen Toast, Ungesund, Schnelles Frühstück, schlechte Gewohnheit, Routine, Zeit

Es ist oft einfacher, eine neue Gewohnheit in mein Leben zu integrieren als alte Gewohnheiten zu verändern.

Das merken wir oft, wenn wir im Urlaub sind, oder umziehen. Eine neue Umgebung fordert neues Verhalten von uns. Und auf einmal fällt es mir leicht, morgens Obst und Müsli zu essen statt Marmelade und Toast, es fällt mir leicht zuerst laufen zu gehen, statt am Frühstückstisch abzuhängen.

Aber kaum ist der Urlaub rum und ich bin wieder zu Hause schlagen die alten Gewohnheiten wieder zu und alle im Urlaub gefassten Vorsätze sind vorbei.

Stepp 1

Wenn ich also neue Gewohnheiten in mein Leben integrieren will dann ist der erste Stepp

Mir meine alten Gewohnheiten bewusst zu machen. Und den ersten Schritt in der Kette der Gewohnheiten auf maximal 2 Minuten herunter zu brechen. Also wenn ich am Morgen lieber Müsli mit Obst statt Marmeladenbrot essen will, dann ist der erste Schritt nicht das fertige Müsli, sondern Obst zu kaufen und es vorbereitet da zu haben. Also in 2 Minuten runter gebrochen (wenn ich das Einkaufen mal weglasse) bedeutet hier ich hole ein Brettchen und ein Messer heraus und schneide einen Apfel. (Fertig!) Und genau das nehme ich mir morgens vor. Ich denke also nicht an das Müsli, sondern daran einen Apfel zu schneiden. Denn mal ehrlich es gibt kein Gegenargument gegen 2 Minuten am Tag. Und genau das ist das entscheidende für unser Gehirn. Gegen Äpfel schneide, Müsli richten, etc. Da findet unser Gehirn tausend Gründe, warum das heute Morgen ausgerechnet nicht möglich ist. Aber gegen 2 Minuten einen Apfel schneiden, gibt es kein logisches Gegenargument.

2 Minuten Regel, Verhaltensänderung, erster Schritt, Gesunde Gewohnheit, Äpfel schneiden

Stepp 1: Was ist der erste Schritt der „neuen“ Gewohnheit und der darf nicht länger als 2 Minuten dauern.

Stepp 2

Der zweite Schritt: Mach es jeden Tag. Egal ob du ein Müsli nachher isst oder nicht. Schneide jeden Tag den Apfel. Wenn du ihn dann nicht zum Müsli isst, dann eben im Laufe des Tages irgendwann anders. Aber die Wahrscheinlichkeit wächst mit jedem Tag, das dein Gehirn sagt – na, wenn du schon den Apfel geschnitten hast, dann kannst du dir jetzt auch ein Müsli machen.

Stepp 2: Jeden Tag machen, maximal eine Unterbrechung ist erlaubt, am nächsten Tag gleich wieder.

Stepp 3

Der dritte Schritt ist: Mache dir den ersten Schritt entweder so leicht wie möglich oder aber so schwer wie möglich.

Bedeutet in meinem Beispiel. Ich lege mir schon am Abend den Apfel, das Brettchen und das Messer hin, so das ich am Morgen in der Küche nicht lange überlegen muss – was ich nun machen will. Denn was ich sehe kann ich einfacher machen. Wenn das noch zu kompliziert ist dann stelle ich schon die Schüssel mit allen anderen Zutaten daneben etc.

Oder wenn ich den Gedanken habe, ich will weg vom Marmeladentoast. Dann gefriere ich das Toastbrot in der Gefriertruhe im Keller ein und ich muss am Morgen dann extra in den Keller laufen, um eine Scheibe Toast zu holen. Das ist viel schwieriger, als wenn alles in der Küche bereitsteht.

Vorbereiten, Vorbereitet sein, neue Gewohnheit, Leichtigkeit, gesunde Lebensweise, Äpfel

Stepp 3: Mach dir den ersten Schritt so leicht oder so schwierig wie möglich.

Profi oder Amateurin

Mit diesen drei Schritten schaffst du dir neue Gewohnheiten – wenn du es wirklich willst und schaffst dran zu bleiben.  

Denn tatsächlich ist der Anfang oft nicht schwer, das Durchhalten ist das was uns scheitern lässt. Hier ist es wichtig, dass du es schaffst auch die Teilerfolge zu würdigen und zu feiern und dir bewusst zu machen und dir dein Ziel vor Augen zu führen, wo du hin willst und warum du das ganze machst. Denn jede Gewohnheit hat das Ziel, das sie langweilig werden soll, denn erst dann wird es eine Gewohnheit, aber genau hier liegt ihre größte Gefahr. Denn Langeweile auszuhalten und trotzdem dran zu bleiben das unterscheidet den Profi von der Amateurin.

Müsli, Gesundes Frühstück, dienliche Gewohnheit, Profi, Amateur

Ich wünsche dir viel Spaß bei den neuen Gewohnheiten integrieren.

Wenn du dabei Fragen hast oder noch Hilfe brauchst, dann lass uns gerne sprechen. Vereinbare hier direkt ein kostenloses Orientierungsgespräch. Klicke hier.

Wenn du noch mehr zum Thema Gewohnheiten hören willst – dann wünsche ich dir viel Spaß mit der aktuellen Episode meines Podcasts:

16 – Gewohnheiten – deine besten Freunde, deine größten Feinde

Bild von mac231 auf Pixabay, Bild von bzwei auf Pixabay , Bild von Ivana Sladkovska auf Pixabay, Bild von Karolina Grabowska auf Pixabay  

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