Seelsorgerische Beratung

„Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“

Matthäus 11,28

Dieser Satz stand lange an den Türen meiner Büros als Diakonin. Hier ist der Ort, hier darfst du sein. Hier ist jemand, die hört zu. Alles was gesagt wird, bleibt zwischen dir und mir. Schweigen, Weinen, Lachen – alles gehört für mich zur Seelsorge.

Menschen wollen gesehen und gehört werden. Es gibt nichts, was nicht gesagt werden darf. Wertfrei und mit der Dimension, wir müssen das Leben nicht alleine bewältigen. Da gibt es jemanden, der wirkt und hilft. In meiner Sprache spreche ich von Gott. Meine Vorstellung von etwas, das größer ist als ich und gleichzeitig ich bin. Denn jede:r ist Gott und Gott ist jede:r und damit alles. Diese Vorstellung hilft mir, jedem Menschen möglichst offen und wertfrei zu begegnen. Zuzuhören und trotzdem nicht die Verantwortung für den Menschen zu übernehmen, sondern ihn/sie darin zu begleiten in Selbstverantwortung die eigene Schöper:innen Kraft zu erleben, wieder raus aus der Problemspirale zu kommen und zu leben.
Die Werte die ich als Diakonin gelernt habe, tragen mich auch in meiner Arbeit als Supervisorin und Coach. Die Offenheit für andere Denkweisen und Glaubensrichtungen habe ich, weil ich einen festen Glauben und eine starke Verwurzelung habe.

Ich will niemanden überzeugen, sondern ich will, dass Menschen sich selbst überzeugen.